Auf dem Markt — Einkaufen auf Platt
Der Wochenmarkt ist einer der wichtigsten Orte in norddeutschen Städten und Dörfern. Frische Waren, freundliche Händler und plattdeutsche Gespräche — hier lernst du, wie du dabei mitsprechen kannst.
Auf dem Markt — Grundvokabeln
| Plattdüütsch | Hochdeutsch |
|---|---|
| de Markt | der Markt |
| de Stand | der Stand |
| de Verkoper | der Verkäufer |
| de Köper | der Käufer |
| de Waar | die Ware |
| kopen | kaufen |
| verkopen | verkaufen |
| de Preis | der Preis |
| duur | teuer |
| billi | billig |
Marktprodukte
| Plattdüütsch | Hochdeutsch |
|---|---|
| de Gemöös | das Gemüse |
| de Frucht | das Obst / die Frucht |
| de Eer | das Ei |
| de Milk | die Milch |
| de Kees | der Käse |
| de Botter | die Butter |
| de Broot | das Brot |
| de Bloomen | die Blumen |
| de Fisch | der Fisch |
| de Kröder | die Kräuter |
Dialoge auf dem Markt
Am Gemüsestand
Käufer (auf Platt): Moin! Wat kost de Kohl? Verkäufer: Moin! Een Kopp Kohl is een Euro. Käufer: Dann nehm ik twee Köpp, bitte. Verkäufer: Gern. Dat maakt twee Euro. Noch wat?
Auf Hochdeutsch: Moin! Was kostet der Kohl? / Ein Kopf Kohl ist ein Euro. / Dann nehme ich zwei Köpfe, bitte.
Am Fischstand
Käufer: Ik hätt gern een Pund Krabben. Verkäufer: Frische Nordseekrabben — dat maakt dreieinhalb Euro. Käufer: Sünd de frisch vun hüüt? Verkäufer: Jo, frisch vun hüüt Morgen!
„Krabben” bedeutet an der Nordseeküste immer die kleinen Nordseekrabben (Granat), nicht die großen Taschenkrabben. Die Nordseekrabben werden auf Platt auch „Garnelen” genannt, aber „Krabben” ist das typischere Wort an der Küste.
Mengenangaben
| Plattdüütsch | Hochdeutsch |
|---|---|
| een Kilo | ein Kilogramm |
| en halv Kilo | ein halbes Kilogramm |
| een Pund | ein Pfund (500g) |
| een Liter | ein Liter |
| en Stück | ein Stück |
| en Dutz | ein Dutzend (12 Stück) |
| en Handvull | eine Handvoll |
„En Pund” ist auf Platt immer 500 Gramm — die klassische Handelseinheit. Nicht verwechseln mit dem englischen „pound” (453g). Auf dem Markt fragt man: „Geev mi en Pund Krabben, bitte.”